Kapuzenverbot Verbot in Oklahoma!?

Viele Verbote von Kapuzenpullovern zielten Anfang der 2000er auf bestimmte Orte ab und waren da schon nicht sonderlich erfolgreich. Ein Senator aus Oklahoma versuchte 2015 noch eine Schippe draufzulegen. Sein Vorschlag, so meinten Juristen, käme einem Totalverbot der Benutzung von Kapuzen gleich.


Hoodie-Verbot

Zugegeben, in Oklahoma ist man, auch was die Garderobe angeht, besonders penibel. Verbrechen sind dort, wie überall, verboten. Doch im amerikanischen Süden gibt es auch dazu spezielle Bekleidungsvorschriften.

So ist das Tragen von Masken, Kapuzen oder sonstigen die Identität verhüllenden Utensilien währen der Begehung von Straftaten, der Einwirkung von Zwang und sonstigen Belästigungen per Gesetz untersagt.

Das mag manchem weitreichend und in Teilen auch absurd erscheinen. Senator Don Barrington aus besagtem Bundeststaat ging das dagegen noch nicht weit genug. Mit einem Gesetzesvorschlag strebte er an, jegliches Verbergen der Identität in der Öffentlichkeit zu untersagen, was nach Ansicht von Juristen auch die Verwendung von Kapuzen verbieten würde. Barrington dagegen hielt derlei aus Gründen des öffentlichen Friedens für nötig.

Wie in den USA üblich gab es dazu nicht nur einen Diskussion über den sachlichen Wert solcher Ideen, sondern auch gleich noch Rassismusvorwürfe. Die schwarze Community glaubte nämlich, das Verbot würde auf sie als typische Hoodie-Träger abzielen, - so als trügen Asiaten, Latinos oder Weiße keine Kleidung mit Kapuze.

Ein anderer Aspekt ist freilich das Unbehagen gegenüber verschleierten Gesichtern. Denn wer die weltweiten Diskussionen über Burka-Verbote einzig unter Rassismus oder Islamophobie verbucht, springt damit sicher etwas zu kurz. Die Angst war in Oklahoma dennoch nicht groß genug, dass der Senator mit seinem Verbotsgesetz durchgekommen wäre. Man darf sich also bei heute in Oklahoma bei Regenwetter die Kapuze über den Kopf ziehen!