Von der Gangster-Garderobe zum Kult-Pullover von Generationen!

Praktische Bauchtasche und ein hochklappbarer Regenschutz, so ein Hoodie ist schon sehr praktisch. Nicht nur für Outdoor-Aktivitäten, sondern auch bei illegalen Vorhaben. Um die Jahrtausendwende wurde der Hoodie deswegen in den Augen der 'Autoritäten' verdächtig. Immerhin konnte man durch Hochklappen der Kapuze seine Identität verschleiern.

Natürlich nicht wirklich. Eventuell war das bei ein paar sehr weit oben angebrachten Überwachungskameras möglich. Allerdings gilt das für jede andere Kapuze, ganz gleich, an welches Kleidungsstück sie angenäht ist. Weil so mancher Ganove seinem Treiben nun aber im Hoodie nachging, erkoren Politiker, Behörden und Firmen ihn zum Feindbild.

Schild an einem Londoner Pub

In Großbritannien wurde das Wort gar zum Synonym für einen Kleinkriminellen. Diverse Initiativen versuchten sensible Bereiche zur „hoodiefreien“ Zone zu erklären. Ladenbesitzer sollten Typen mit der bösen Garderobe gar nicht erst bedienen. Tatsächlich hoffte man, mit dem Zinnober die Kriminalität zurückzudrängen. Wie man sich denken kann, blieben die Erfolge bescheiden.

Mittlerweile hat sich die Aufregung gelegt. Und der Kapuzenpulli hat jenen Platz behalten, der ihm gebührt. Er gilt als praktisches und besonders junges Kleidungsstück. Nichtsdestoweniger werden auch seine Fans älter. Oft fällt die Wahl beim Nachkaufen immer wieder auf den Kauzenpulli und er hat so einen festen Platz in den Kleiderschränken von mehr als nur einer Generationen gefunden.

Foto: C. Ford