Von der Arbeitsbekleidung zur Street Wear, die Geschichte des Hoodies!

klassische Darstellung eines Umhangs mit Kapuze

Kapuzen sind bereits seit der Bronzezeit bekannt. Also seit zirka 3.500 Jahren. Am ehesten denkt man in diesem Zusammenhang an Mönche. Doch der angenähte Kopfschutz ist, wie gesagt, nicht nur älter, sondern war auch nicht nur den frommen Brüdern vorbehalten. Als Erfinder des Kapuzenpullovers in seiner heutigen Form gilt die amerikanische Firma Champion. Anfang der 1930er Jahren offerierte die bis heute bekannte Marke ihren Hooded Sweatshirt Arbeitern, die sich in kalter Umgebung, wie beispieslweise Kühlhäusern, mühen mussten. In der Rolle als Berufsbekleidung steckte er dann die ersten vier Jahrzehnte seines Daseins fest.

In den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts begann sich das zu ändern. Während in Rock und Pop Glamour angesagt war, versuchte sich die damals noch junge Hip-Hop-Szene von der kommerziellen Musik-Mode abzuheben. Und dazu schien ihr der Hoodie als ein Kleidungsstück, das die amerikanische Arbeiterklasse symbolisierte, bestens geeignet. Wenig später ging es mit der Musik auf die Leinwand. Plötzlich trugen Helden nach Robin Hood wieder Kapuze. Der Jugend gefiel es und so wurde er bald darauf an amerikansichen Universitäten gesichtet. Wie auch in den Häuserschluchten, den urbanen Brennpunkten, wo Trends geboren werden! Snap Happy Premium Hoodie Endgültig hatte er sich als Street Waer etabliert, ja festgesetzt! Denn anders als viele andere Dinge, verschwand der Kapuzenpullover nicht als reine Modeerscheinung wieder in der Versenkung. Er hatte keinen Zyklus, wurde nicht von Neuem weggespühlt. Der Hoodie blieb!

Schließlich, anfang der 1980er, war es etwas ruhiger um ihn geworden. Karrierepause hatte er trotzdem nicht. Beinahe im Verborgenen eroberte er ein neues Feld. Weil zu Trendsportarten wie Skateborden und Surfen altmodische Trainingsanzüge nicht länger zu passen schienen, etablierte er sich auch noch als Sportbekleidung. Zunächst war diese Entwicklung weniger auffällig. Denn die jeweilige Klientel trug auch schon auf der Straße Kapuzenpullis. Tatsächlich handelt es sich aber um einen weiteren Game Changer. Bald schon kam nämlich keine renommierte Sportartikelmarke mehr an ihm vorbei. Und die konkurrierten auch damals schon im Freizeitbereich mit angesagten Edelschneidern. Also nahmen auch die den Kapuzenpullover ins Programm, um der Konkurrenz das Geschäft nicht allein zu überlassen. Damit bekam der Hoodie das letze Upgrade - zu den ganz großen Namen! Mehr ging eigentlich nicht!

Doch wie so oft kam nach seinem langem Aufstieg bald ein kleiner Rücksetzer. Um die Jahrtausendwende wurde ihm imagemäßig übel mitgespielt. Presse und Politik - besonders in englischsprachigen Ländern - erklärten ihn kurzerhand zur Gangster-Garderobe. Man versuchte den Kapuzi, wie ihn seine Fans nennen, aus bestimmten Bereichen zu verbannen. Verbunden war damit die trügerische Hoffnung, auch gleich die Kriminalität zu bekämpfen. Genützt hat das natürlich nichts. Und seiner Popularität konnte das auch nichts anhaben. Bis heute ist die Beliebtheit des Pullovers mit der Kapuze ungebrochen. Ob als praktische Freizeitbekleidung oder Sports Wear, zwischen T-Shirt im Sommer und dicker Jacke im Winter ist ihm sein Platz nicht mehr streitig zu machen.